top of page
ChatGPT Image Sep 25, 2026, 02_28_24 PM.png

 Bea & Gio

Bea & Gio sind die allerbesten Freunde. Unter den Wurzeln des sagenumwobenen Geschichtenbaums haben sie ihre Höhle gebaut. Seitdem geraten sie immer wieder in neue Abenteuer, entdecken Unbekanntes und lösen Rätsel. Mit jeder Reise wächst ihre Welt ein Stück über das Vertraute hinaus. Was der Baum damit zu tun hat, ist ihnen selbst noch verborgen.

Ich heiße Bea.

Ich bin neun und wohne mit meiner Mama und meiner großen Schwester Thea in einem alten Haus. Unser Haus kann ziemlich viele Tricks. Wenn warmes Wasser läuft, geht bestimmt irgendwo das Licht nicht. Es ist immer so! Man weiß morgens einfach nie genau, was bis abends passiert. Und wenn etwas nicht funktioniert, findet sich meistens trotzdem ein Weg. Ich zumindest finde einen.

Ich heiße Gio.

Ich bin neun und wohne mit meiner Familie über unserem italienischen Restaurant. Mein Onkel Alfredo und ich machen die beste Pizza! Dafür lassen wir den Teig ganz lange ruhen und die Tomaten für die Soße holen wir aus unserem Gewächshaus. Ich lese gern und an jedem Ort. Sogar wenn das ganze Restaurant voll ist. Wenn ich lese, bin ich in der Geschichte unterwegs. In meinem Kopf kann ich überall hin.

Die Welt von Bea & Gio

Die beiden Freunde kennen sich seit dem Kindergarten. Bea ist ein echtes Energiebündel, manchmal ein bisschen frech und eigenwillig. Ihre Mutter ist alleinerziehend, arbeitet viel und hält zwei Kinder und ein altes Haus zusammen. Sie ist wahnsinnig liebevoll und herzlich. Für fast jeden Menschen hat sie ein gutes Wort übrig und in der kleinen Stadt wird sie für ihre warme Art sehr gemocht. Ein bisschen zerstreut ist sie allerdings auch und gelegentlich geht ein Termin, ein Schlüssel oder auch mal der Überblick verloren. Und wenn gerade ein bisschen Zeit übrig ist, arbeitet Beas Mutter gerne auch an sich selbst und probiert sich durch Energietherapien, Klangschalenkurse und allerlei andere Selbstfindungsversuche.​​​

Dort begegnet ihr auch immer wieder der eine oder andere vermeintlich tiefgründige Mann, der sich später als deutlich besser im Reden als im Leben erweist. Bea und ihre große Schwester Thea erkennen diese Kandidaten inzwischen schon von Weitem und haben sich mit der Zeit ein beachtliches Repertoire an Rausekel-Strategien angeeignet. Meist dauert es dann auch nicht besonders lange, bis die Herren wieder das Weite suchen. Das endet allerdings nicht selten in einer ziemlich lebhaften Diskussion zwischen Bea, Thea und ihrer Mutter, die es längst nicht immer so lustig wie ihre Töchter findet.

Auch das alte Haus, in dem die drei leben, sorgt mit seinen kleinen und größeren Alterserscheinungen regelmäßig für Überraschungen. Bea nimmt das meistens mit Humor. Sie ist schnell darin, umzudenken, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und aus dem, was gerade da ist, eine Lösung zu bauen.​​​

Gio wächst als Einzelkind mitten im Trubel des einzigen italienischen Restaurants der kleinen Stadt auf. Geboren wurde er in Süditalien. Als er ein Jahr alt war, zogen seine Eltern gemeinsam mit seinem Onkel Alfredo in die kleine Stadt, um sich dort mit einem eigenen Restaurant ein neues Leben aufzubauen. Seine Eltern waren beide schon über vierzig, als Gio zur Welt kam und sie hatten die Hoffnung auf ein eigenes Kind beinahe aufgegeben. Für sie ist ihr Sohn deshalb etwas ganz Besonderes. Mindestens genauso groß wie ihre Liebe zu ihm sind die Pläne, die sie für seine Zukunft gemacht haben. Eines Tages soll Gio das Restaurant übernehmen und weiterführen, was seine Eltern mit so viel Arbeit aufgebaut haben. Dass Gio vielleicht einmal ganz andere Vorstellungen entwickeln könnte, gerät dabei gelegentlich ein wenig aus dem Blick.

Sein Onkel Alfredo ist anderer Natur. Er führt das Restaurant mit, liebt gutes Essen und pflegt hinter dem Haus einen großen Garten mit Gewächshaus. Von ihm hat Gio gelernt, wann eine Tomate wirklich reif ist, warum guter Pizzateig auch mal drei Tage im Kühlschrank verbringen darf und weshalb manche Dinge einfach ihre Zeit brauchen. Alfredo selbst ist viel gereist, hat einiges von der Welt gesehen und ist begeistert vom Leben. Vor allem erinnert er Gio immer wieder daran, dass er noch ein Kind ist und ruhig ein bisschen herumspinnen darf. Zur Einschulung schenkte er ihm einen dicken Weltatlas, damit er nie vergisst, wie groß die Welt außerhalb des Restaurants ist. Gio liest für sein Leben gern. Selbst wenn jeder Tisch besetzt ist, Teller klappern und aus der Küche durcheinandergerufen wird, kann er völlig in einer Geschichte verschwinden. In Gedanken reist er weiter, erfindet Orte dazu und spinnt Geschichten über ihre letzte Seite hinaus. Alfredo hat dafür nicht nur Verständnis, sondern meistens auch Zeit. Für Gios Freuden, Sorgen und die manchmal ziemlich großen Gedanken in seinem Kopf hat er immer ein offenes Ohr. Auch Bea ist bei Alfredo jederzeit willkommen. Sie bringt zuverlässig frischen Wind ins Restaurant und Gio hinaus vor die Tür.

So unterschiedlich ihr Leben zu Hause auch aussieht, so sehr zieht es beide an denselben Ort: in ihren Wald. Fast jeden Nachmittag verbringen die beiden dort, am Rand der kleinen Stadt. ​Unter den gewaltigen Wurzeln eines uralten Baumes haben Bea und Gio sich eine Höhle eingerichtet. Mit Decken, Fundstücken, Büchern, Tassen und allem, was ihnen wichtig genug erscheint, um mitgenommen zu werden. Dort lesen sie, erzählen sich Geschichten, denken sich neue aus und träumen sich an Orte und in Welten, die auf keiner Landkarte zu finden sind. Für die beiden ist die Höhle Versteck, Treffpunkt und ein kleines Stück Zuhause.

Dass ausgerechnet dieser Baum einmal eine größere Rolle in ihrem Leben spielen würde, ahnen Bea und Gio lange nicht. In der kleinen Stadt kennt man ihn als den Geschichtenbaum und um ihn ranken sich seit Generationen die wundersamsten Gerüchte. Die einen erzählen, dass unter seinen Wurzeln alle Geschichten und Geister dieser Welt verborgen liegen, die längst vergessen sind. Andere schwören, dass der Baum manchmal Menschen zu sich ruft, wenn irgendwo ein neues Abenteuer auf sie wartet. Und manche sind sogar überzeugt, dass der Geschichtenbaum selbst neue Sagen entstehen lässt. Was davon stimmt, weiß niemand.

​Bea und Gio haben jedenfalls nicht vor, sich von ein paar alten Geschichten von ihrem Lieblingsplatz vertreiben zu lassen. Sie verbringen weiter ihre Nachmittage unter seinen Wurzeln, stellen Fragen, schmieden Pläne und träumen sich in alle möglichen Abenteuer hinein. Bis eines Tages etwas passiert, das sich nicht mehr ganz so leicht mit Zufall erklären lässt.​

Entdecke die Abenteuer von Bea & Gio

bottom of page