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KAIROS (AT)

Psychothriller zum Mitspielen

KAIROS führt seine Spieler in ein Geflecht aus Manipulationen, emotionalen Verstrickungen und gefährlicher Abhängigkeit.

MERIDIAN ist eine international arbeitende gemeinnützige Organisation. In klima- und naturbedingten Krisen bündelt sie eigene Ressourcen mit verfügbaren Kapazitäten aus ihrem Partnernetzwerk und stellt Personal, Technik und mobile Hilfspakete für besonders gefährdete Regionen zur Verfügung. Seit 2022 erweitert MERIDIAN diese Arbeit mit dem KI-System KAIROS, dessen Name auf den griechischen Gott des richtigen Augenblicks verweist. Das System wertet Wetter-, Gesundheits-, Infrastruktur- und Einsatzdaten aus, berechnet daraus laufend Einsatzprioritäten und bestimmt mit, wohin MERIDIAN seine Ressourcen schickt.​

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Deutschland, Sommer 2027: KAIROS wird erstmals im operativen Pilotbetrieb eingesetzt und erhält dabei erweiterten Handlungsspielraum. Das System darf verfügbare Ressourcen selbstständig reservieren und neu priorisieren. Doch während einer schweren Hitzewelle erreicht ein zugesagtes Hilfspaket die Stadt Eberstal nicht. Vier Menschen sterben.

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Zunächst deutet alles auf eine technische Fehlentscheidung der KI hin. Nach den Todesfällen fordert Eberstal Aufklärung. Auch die staatlichen Förderer verlangen eine unabhängige Prüfung und machen die Zukunft des Projekts von ihren Ergebnissen abhängig. Im Zentrum der Untersuchung stehen MERIDIAN, das KI-System KAIROS und die beiden Hauptverantwortlichen des Projekts, die unmittelbar nach der Tragödie suspendiert wurden.

​​Die Spieler übernehmen die Arbeit dieser Untersuchungskommission. Sie rekonstruieren die Ereignisse des 16. Juli 2027, um aufzudecken, warum der Stadt Eberstal die lebenswichtige Hilfe entzogen wurde. War es ein fataler Systemfehler der künstlichen Intelligenz?

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Je tiefer die Spieler in den Fall eindringen, desto stärker geraten die Beziehungen, Abhängigkeiten und Interessen in den Vordergrund, die über Jahre rund um MERIDIAN und KAIROS entstanden sind. Die vermeintlich einfache Frage „Was ist geschehen?“ legt dabei zunehmend die menschlichen Abgründe hinter dem Fall frei.

Die Welt hinter dem Fall

MERIDIAN

Die Geschichte von MERIDIAN beginnt im Jahr 2014. Die Ärztin und Public-Health-Forscherin Dr. Helena Sander und der Krisenlogistiker Nils Falk beschäftigt damals dieselbe Beobachtung: Risiken durch extreme Wetterereignisse lassen sich immer früher erkennen. Gleichzeitig verstreichen entscheidende Stunden zwischen einer Warnung und dem Moment, in dem Personal, Technik und lokale Hilfe tatsächlich dort eintreffen, wo Menschen gefährdet sind.

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Aus dieser Lücke entsteht MERIDIAN. Die Organisation verbindet Frühwarnung, lokales Wissen und Krisenlogistik mit verfügbaren Ressourcen. Ihr Grundgedanke lautet: Risiken früh erkennen. Hilfe rechtzeitig in Bewegung bringen.

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Was als kleine Initiative beginnt, entwickelt sich in den folgenden dreizehn Jahren zu einer international arbeitenden Organisation. Heute beschäftigt MERIDIAN rund 274 Menschen, arbeitet mit mehr als 90 Partnerorganisationen zusammen und ist in Deutschland sowie dreizehn weiteren Ländern aktiv. Kommunen, Krankenhäuser, Hilfsorganisationen, Forschungseinrichtungen und lokale Initiativen liefern Wissen aus ihren jeweiligen Bereichen. MERIDIAN bündelt daraus Lageinformationen, verfügbare Kapazitäten und konkrete Einsätze.

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Das Entwicklungsprogramm & POROS Technologies

KAIROS ist das bisher größte und teuerste Entwicklungsprogramm in der Geschichte von MERIDIAN. Seit 2022 wird es in einem Verbund aus der Organisation, Forschungspartnern und dem Potsdamer Technologieunternehmen POROS Technologies entwickelt. Bis 2028 umfasst das Programm ein Budget von rund 61,4 Millionen Euro, das aus mehreren öffentlichen und privaten Finanzierungssträngen speist.

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POROS steht in der griechischen Mythologie sinngemäß für Einfallsreichtum, Lösungsfähigkeit und das Finden eines Weges oder Mittels. POROS Technologies beschäftigt rund 168 Menschen und stellt mit POROS GRID die technische Grundlage bereit, auf der wesentliche Teile von KAIROS aufbauen. Das Unternehmen ist schnell gewachsen, erwirtschaftete jedoch im vergangenen Geschäftsjahr noch keinen dauerhaft tragfähigen Gewinn. Derzeit bereitet die Führung eine weitere entscheidende Finanzierungsrunde vor. Ein erfolgreicher Pilotbetrieb von KAIROS im Sommer 2027 soll POROS Technologies den Zugang zu größeren internationalen Aufträgen eröffnen und zum wirtschaftlichen Durchbruch des Unternehmens werden.

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Das Aster-Imperium (Die Geldgeber)

Zu den wichtigsten privaten Förderern des Projekts gehört die ASTER STIFTUNG für öffentliche Resilienz. Sie wurde 2011 vom Softwareunternehmer Henrik Aster gegründet und unterstützt die Entwicklung von KAIROS mit rund 13,5 Millionen Euro. Für die Stiftung ist es eines ihrer bedeutendsten Vorzeige-Projekte im Bereich der öffentlichen Krisenvorsorge.

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Zur Familie Aster gehört zugleich die Investmentgesellschaft ASTER CAPITAL, geführt von Lea Aster, Henrik Asters Tochter. ASTER CAPITAL hat über mehrere Finanzierungsrunden rund 42 Millionen Euro in POROS Technologies investiert und hält damit etwa 14,6 Prozent des Tech-Unternehmens.

Die suspendierten Führungskräfte

Unmittelbar nach den Todesfällen in Eberstal reagierte der Vorstand von MERIDIAN mit maximaler Härte: Alexander Voss, der als COO die operative Entwicklung und den Einsatz von KAIROS verantwortet und Nele Brandt, die als Leiterin für Modellsicherheit die technischen Grenzen und Kontrollmechanismen des Systems überwacht, wurden mit sofortiger Wirkung suspendiert.

Alexander Voss (44)

Chief Operating Officer (COO)

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Alexander Voss ist der Mann, der MERIDIAN in den letzten zehn Jahren zu dem gemacht hat, was es heute ist: ein hocheffizientes Rettungsnetzwerk. Er ist ein Krisenmanager aus Leidenschaft, der dafür bekannt ist, in den ausweglosesten Situationen die Ruhe zu bewahren und Menschenleben zu retten. Wo Bürokratie versagte, packte Alexander an, mobilisierte in letzter Sekunde Transportkapazitäten und stabilisierte Einsätze, die ohne ihn kollabiert wären. Er genießt unter den lokalen Partnern tieftes Vertrauen, auch weil er sich immer vor seine Teams gestellt hat.

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Nach dem plötzlichen Ausstieg des Mitgründers Nils Falk im Jahr 2021 hielt Alexander die Organisation auf Kurs. Er übernahm die gigantische Last der internationalen Logistik und trieb die Entwicklung von KAIROS voran.

 

Die offizielle Suspendierung trifft ihn in einer entscheidenden Phase: Eigentlich galt Alexander intern als der gesetzte Kandidat für das neu zu schaffende Geschäftsführungsressort Operations & Technologie. Mit seiner Freistellung ist diese Perspektive vorerst vom Tisch. Je nachdem, zu welchem Ergebnis die Untersuchung kommt, könnte Alexander die wohl größte berufliche Chance seiner bisherigen Karriere verlieren.

Nele Brandt (35)

Leiterin für Modellsicherheit

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Nele Brandt ist das moralische Gewissen hinter KAIROS. Ihr gesamter beruflicher Weg ist von kompromissloser Integrität geprägt. Schon 2024 bewies sie extremen Mut, als sie bei POROS Technologies als Lead Model Validation gravierende Sicherheitsmängel anmahnte. Obwohl sie recht hatte, wurde sie von der dortigen Chefetage als „Bremserin“ ins berufliche Abseits gedrängt. Nur dem Eingreifen von Alexander Voss ist es zu verdanken, dass ihr unbestechlicher Blick für MERIDIAN gerettet wurde. Er holte sie zur NGO und schenkte ihr das Vertrauen, das man ihr zuvor verwehrt hatte.

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In den folgenden Jahren entstand zwischen ihnen eine symbiotische Arbeitsbeziehung: Alexander führte die operative Seite, während Nele ihm im Hintergrund den Rücken freihielt, indem sie die Systemgrenzen überwachte. Für Nele wurde Alexander zum wichtigsten Mentor und Verbündeten.

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Die plötzliche Suspendierung trifft Nele Brandt persönlich und beruflich hart. Durch den Erfolg ihrer Sicherheitsarchitektur galt sie intern, ebenso wie Alexander, als eine der vielversprechendsten Kandidatinnen für die neu geplante Erweiterung der Geschäftsführung. Nun steht neben dieser Perspektive auch ihre fachliche Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

KAIROS verlangt seinen Spielern volle Konzentration ab. Wer überzeugen will, muss Zusammenhänge erkennen, Widersprüche aushalten und vor allem eines vermeiden: sich auf eine falsche Fährte locken zu lassen.

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Entwickelt wird KAIROS für private Spielrunden mit 6–8 Personen sowie in einer zweiten Version für größere Gruppen, die sich insbesondere für Teamevents eignet.

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